Teilbezüge der Säule3a möglich

Was die ETF-Marke dich kostet und was der Bundesrat beim 3a plant. Dazu: Alphabet und Intel nach dem Absturz.

Ciao

Diese Woche hat die Börse gezeigt, wie schnell «sicher» kippt. Alphabet verlor an einem Tag 12,6 Prozent, Intel am nächsten 28,6. Ob das jetzt eine Kaufgelegenheit ist, klären wir und sagen dir, was du dir vorher festlegen solltest.

Zuerst geht es um ein Logo, das dich über 20 Jahre so viel kosten kann wie ein Kleinwagen. Dazu kommen das neue 3a, dein Mietzinsdepot und die erste Anlageidee von Serge Nussbaumer. Viel Spass!

Übrigens: Am Mittwoch hat House of Satoshi im Kino live aufgenommen, ob der Bitcoin-Bärenmarkt vorbei ist. Mit dabei: Niko Jilch, Host von «Was Bitcoin bringt», einem der beliebtesten Bitcoin-Podcasts im deutschsprachigen Raum, Serge Kaulitz (Luzerner Kantonalbank) und Adrian Fritz (21Shares). Die drei sehen den Bärenmarkt hinter sich. Zur Folge und zum Anlass

House of Satoshi steht hinter denselben Machern wie 3-2-1 und verdient an Bitcoin-Angeboten. Keine Anlageberatung.

3Dinge

1. Zahlst Du für das Logo oder für den Index

Die Hochschule Luzern hat ihre ETF-Anlegerstudie 2026 vorgelegt. 59 Seiten, 3'572 Befragte, viel Stoff für die Branche und weniger für Anleger. Eine Seite davon geht aber auch dich etwas an: Seite 40.

Dort ist ein Experiment aufgeführt. Zwei ETFs, gleiches Risiko mit gleicher Rendite vor Kosten. Fonds A kommt von einem Anbieter, den du kennst und ist teurer. Fonds B kommt von einem, den du nicht kennst, und ist günstiger.

Welchen nimmst du? Vermutlich den billigeren. Ist ja logisch. Nur: Ein grosser Teil der Befragten hat anders entschieden.

Wie viel darf der Name kosten?
Zwei gleiche Fonds, der bekannte ist teurer. So viele nehmen trotzdem den bekannten.
  ETF-Anleger       Anleger ohne ETFs
Aufpreis 0,1 Prozentpunkte pro Jahr
  35 %
  43 %
Aufpreis 0,3 Prozentpunkte pro Jahr
  33 %
  39 %
Aufpreis 1,0 Prozentpunkte pro Jahr
  17 %
  35 %
Ganzer Balken = 100 % der Gruppe. Fonds mit gleichem Risiko und gleicher Rendite vor Kosten. Befragung 28. Mai bis 9. Juni 2026, 693 ETF-Anleger und 1'307 Anleger ohne ETFs. Quelle: HSLU, ETF-Anlegerstudie Schweiz 2026, S. 40.

Bei 0,1 Prozentpunkten Aufpreis nimmt jeder dritte ETF-Anleger die Marke. Gut, 0,1 ist nicht die Welt. Aber bei einem vollen Prozentpunkt sind es immer noch 17 Prozent. Jeder Sechste. Bei Anlegern ohne ETFs, also denen mit klassischen Fonds und Einzelaktien, ist es jeder Dritte.

Ein Prozentpunkt. Jedes Jahr. Für einen Namen. Kann man tun, muss man aber nicht. Aber es gibt ein «Aber», dazu später.

In Franken sieht das so aus

Die Hälfte der befragten Anleger hat mehr als CHF 50'000 in Wertschriften angelegt, die andere Hälfte weniger. Säule 3a nicht mitgezählt. Wir haben gerechnet, was der Aufpreis auf diesen Betrag über 20 Jahre kostet, bei 6 Prozent Rendite pro Jahr.

Was der Name in 20 Jahren kostet
CHF 50'000 angelegt, 6 % Rendite pro Jahr. So viel fehlt am Ende wegen des Aufpreises.
Aufpreis 0,1 Prozentpunkte pro Jahr
  CHF 3'000
Aufpreis 0,3 Prozentpunkte pro Jahr
  CHF 8'800
Aufpreis 1,0 Prozentpunkte pro Jahr
  CHF 27'700
Rechenbeispiel: CHF 50'000 Einmalanlage, 20 Jahre, 6 % pro Jahr nominal vor Kosten, ohne Steuern und Depotgebühren. Die 6 % sind eine Annahme, keine Prognose. CHF 50'000 entsprechen dem Median laut HSLU-Studie, S. 45. Eigene Berechnung.

CHF 27'700 für ein Logo. Das ist ein Kleinwagen, den du einem Fondsanbieter schenkst, weil dir sein Name vertraut vorkommt.

Warum das passiert

Die Studie liefert den Grund gleich mit. 64 Prozent der ETF-Anleger sagen, die Bekanntheit des Anbieters sei ihnen beim Kauf wichtig. Gleichzeitig kennen sie den Markt kaum: Nur vier Anbieter sind wirklich bekannt. Alle anderen kennt weniger als jeder fünfte ETF-Anleger gut.

Wer ETFs nur bei den vier bekannten Anbietern sucht, sieht die günstigeren gar nie.

Wo die Marke recht hat

Das Experiment ist jedoch nur Labor. Gleiches Risiko, gleiche Rendite gibt es draussen nie exakt.

  • Ein No-Name mit 0,3 Prozentpunkten weniger kann ein Mini-Fonds sein, den der Anbieter in zwei Jahren dichtmacht.

  • Oder einer, der den Index nicht mit echten Aktien nachbildet, sondern über ein Tauschgeschäft mit einer Bank und somit auch Gegenparteirisiken enstehen (darüber haben wir in letzter Ausgabe berichtet)

  • Oder einer mit einem Domizil, das dir bei den Dividenden mehr Steuern wegnimmt, als er an Gebühren spart.

Ganz falsch liegen die Markenkäufer also nicht. Bei den grossen Anbietern sind die Fonds meist so gross, dass sie kaum je geschlossen werden, und du kannst sie günstig kaufen und verkaufen.

Je nach Marktabbildung dafür etwas mehr zu zahlen, ist okay. Einen ganzen Prozentpunkt pro Jahr ist es aber nicht wert. Woran du einen guten ETF erkennst, kommt in einer der nächsten Folgen unserer ETF-Serie.

3-2-1-Merksatz

3. Jeder dritte Schweizer ETF-Anleger zahlt freiwillig mehr für einen bekannten Anbieter. Jeder sechste sogar einen vollen Prozentpunkt pro Jahr.

2. Auf CHF 50'000 und 20 Jahre kostet dieser Prozentpunkt rund CHF 27'700. Das Logo ist das teuerste Zubehör in deinem Depot.

1. Nimm deinen grössten ETF, such denselben Index bei zwei Anbietern, die du nicht kennst und vergleich die laufenden Kosten und alle Details. Fünf Minuten auf justETF.

2. Bundesrat will Teilbezüge aus der Säule 3a ermöglichen

Wer heute nur ein Säule-3a-Konto hat, kann es beim Altersbezug grundsätzlich nicht teilweise beziehen: Das ganze Konto wird aufgelöst. Ein hoher Bezug in einem Jahr kann steuerlich ungünstig sein, weil die Kapitalbezugssteuer progressiv ist.

Deshalb empfehlen viele Vorsorgeanbieter, das Guthaben auf mehrere Konten – oft drei bis fünf – zu verteilen und diese in verschiedenen Jahren zu beziehen.

Das könnte sich ändern. Die Idee stammt aus dem Parlament: Nationalrat Andri Silberschmidt reichte eine Motion für Teilbezüge ein. Beide Räte nahmen sie an und beauftragten den Bundesrat, die Umsetzung auszuarbeiten.

Nun ist der Entwurf des Bundesrats da und dieser sieht vor, dass ein einzelnes 3a-Guthaben künftig in höchstens zwei Tranchen bezogen werden kann. Der erste Teilbezug soll mindestens 20'000 Franken betragen. Auch bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit soll ein Teilbezug möglich sein.

Die Änderung ist noch nicht beschlossen: Der Bundesrat hat den Entwurf am 28. Oktober 2026 in die Vernehmlassung geschickt. Diese läuft bis zum 17. Februar 2027. Als Start ist der 1. Januar 2028 vorgesehen. Die Details können sich noch ändern.

Was heisst das für die Steuern?

Kapitalbezüge werden separat vom übrigen Einkommen besteuert; die Steuer steigt mit der Höhe des Bezugs. Bezüge in verschiedenen Steuerjahren können deshalb die Steuerlast senken.

Der Entwurf setzt der Aufteilung aber Grenzen: höchstens zwei Tranchen und mindestens 20'000 Franken beim ersten Bezug. Mehrere 3a-Konten können weiterhin nützlich sein, wenn du dein Guthaben über mehrere Jahre staffeln möchtest.

3-2-1-Merksatz

3. Ein einzelnes 3a-Konto muss heute beim Altersbezug grundsätzlich ganz aufgelöst werden.

2. Darum werden mehrere Konten oft gestaffelt bezogen; der Entwurf erlaubt künftig höchstens zwei Tranchen pro Konto.

1. Geplant ist der Start 2028, aber die Regeln sind noch nicht endgültig.

3. ETF-Wissen #3: Was dein ETF dich wirklich kostet

Im Internet begegnen dir überall ETF-Empfehlungen. Auf Social Media, in Finanzartikeln, Podcasts oder Videos. Oft sind es sogar gute Tipps. ETFs sind schliesslich eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, langfristig zu investieren.

Aber es ist dein Geld. Und du bist der Chef deines Vermögens. Deshalb solltest du nicht einfach einen ETF kaufen, nur weil ihn jemand empfiehlt. Mach dich schlau, was du da eigentlich kaufst.

Denn ein ETF ist nur die Verpackung. Entscheidend ist der Index, den er abbildet. Und ein Index ist nicht einfach eine Liste von Aktien. Dahinter steckt eine ganze Reihe von Regeln.

Was steckt im Index?

  • Welche Unternehmen kommen hinein? Zum Beispiel nur grosse Unternehmen oder auch kleinere? Nach welchen Kriterien wird entschieden, wer überhaupt aufgenommen wird?

  • Welche Länder sind dabei? Nur die USA, bestimmte Industrieländer oder auch Schwellenländer? Und wie gross ist der Anteil der einzelnen Länder?

  • Wie werden die Unternehmen gewichtet? Nach Marktkapitalisierung, sodass grosse Unternehmen stärker zählen? Gleichgewichtet, sodass jedes Unternehmen gleich viel zählt? Oder nach anderen Kriterien wie Dividendenrendite, Volatilität oder Fundamentaldaten?

  • Was passiert mit den Dividenden? Bei einem Preisindex werden sie nicht berücksichtigt. Bei einem Performanceindex (Total Return) werden sie berücksichtigt. Das kann über längere Zeit einen deutlichen Unterschied machen.

  • Wie oft wird der Index überprüft und angepasst? Unternehmen können aufgenommen oder entfernt werden. Auch die Gewichtungen können sich verändern. Entscheidend ist deshalb, nach welchen Regeln und in welchem Rhythmus das passiert.

  • Wie konzentriert ist der Index? Ein Index kann 500 Unternehmen enthalten und trotzdem stark von den zehn grössten Titeln geprägt sein. Schau deshalb nicht nur auf die Anzahl Unternehmen, sondern auch auf deren Gewicht.

  • Was ist das eigentliche Anlageuniversum? Ein breiter Aktienmarkt ist etwas anderes als ein Index für eine bestimmte Branche, ein Thema, eine Region oder eine Strategie. Ein ETF auf «Technologie», «Dividenden» oder «künstliche Intelligenz» kann deshalb ein ganz anderes Risiko haben als ein breit diversifizierter Aktienindex.

Erst dann kommt der ETF. Wenn du den Index verstanden hast, kannst du den passenden ETF suchen. Dann werden die Unterschiede zwischen den ETFs interessant: Kosten, Fondsgrösse, Ausschüttung oder Thesaurierung, Replikation und Tracking Difference. Aber diese Dinge kommen erst an zweiter Stelle. Denn ein günstiger ETF bringt dir wenig, wenn der Index dahinter gar nicht zu deinem Anlageziel passt.

Die wichtigste Frage vor dem ETF-Kauf lautet deshalb nicht: «Welchen ETF soll ich kaufen?» Sondern: «Welchen Index will ich in meinem Depot haben? Der Index ist deine Strategie. Der ETF ist das Vehikel, mit dem du sie umsetzt.

3-2-1-Merksatz

3. Was ist deine Strategie? Wie ist der Index aufgebaut? Was steckt tatsächlich drin?

2. Wie wird gewichtet? Wie wird der Index berechnet?

1. Erst verstehen. Dann den ETF kaufen.

Bisher erschienene Artikel zu ETF-Wissen: Ausgabe 1 - ETF versus Indexfonds ¦ Ausgabe 2 - Was in deinem ETF wirklich steckt

2Tipps

1. Dein Mietzinsdepot kann mehr als nur rumliegen

Im Schnitt bleiben Herr und Frau Schweizer rund 8,5 Jahre in derselben Mietwohnung. Bei 3'000 Franken Monatsmiete sind das 9'000 Franken, die als Kaution gebunden sind. Wie wäre es, wenn dieses Geld für dich arbeitet?

Anbieter wie Evorest und Zinsli machen Mietzinsdepots digital. Das vereinfacht die Eröffnung und Verwaltung für Mietende und Verwaltungen. Bei beiden steht eine Partnerbank oder ein anderer Finanzpartner dahinter: Das Geld wird dort hinterlegt, während die Plattform den digitalen Ablauf organisiert.

Bei Evorest schickt dir deine Verwaltung eine Einladung. Du kannst bis zu 75 Prozent deiner Kaution in passive ETFs investieren. Zur Auswahl stehen Portfolios mit Fokus auf Welt, Europa, USA, Schwellenländer oder Schweiz. Das Depot wird bei der Hypothekarbank Lenzburg geführt.

Zinsli vermittelt verschiedene Mietkautionslösungen seiner Finanzpartner. Welche Anlageoption verfügbar ist, hängt davon ab, was deine Verwaltung akzeptiert und welcher Partner das Depot anbietet.

Wenn dein Geld arbeitet…

Angenommen, du investierst 4'500 Franken – die Hälfte deiner Kaution – und erzielst im Schnitt 7 Prozent Rendite pro Jahr vor Kosten: Nach 8,5 Jahren wären daraus ungefähr 8'000 Franken geworden. Das ist ein Gewinn von rund 3'500 Franken oder 78 Prozent auf den investierten Betrag.

Zusammen mit den übrigen 4'500 Franken hättest du dann etwa 12'500 Franken – rund 39 Prozent mehr als deine ursprüngliche Kaution von 9'000 Franken. Natürlich kommen noch Kosten vom Anbieter oder den Fonds dazu, die nicht berücksichtigt sind.

Der Haken

Bei einer Anlage trägst du das Verlustrisiko. Sinkt der Wert, bespielsweise bei Evorest, unter 80 Prozent des ursprünglichen Kautionsbetrags, musst du laut Anbieter die Kaution aufstocken. Beim Umzug kann ausserdem eine Zeit lang die alte und die neue Kaution gleichzeitig gebunden sein.

Der Tipp

Frag deine Verwaltung, ob sie Evorest oder Zinsli akzeptiert. Lass dir vor dem Abschluss, die konkrete Anlage, sämtliche Gebühren und die Regeln bei einem Kursverlust erklären. Investiere nur, wenn du mögliche Verluste und eine allfällige Nachzahlung tragen kannst.

2. Alphabet und Intel sind abgestürzt. Ist das jetzt günstig?

Ein Schild «minus 30 %» im Schaufenster sagt noch nichts über den Mantel. Vielleicht war er zu teuer. Vielleicht hat er einen Riss. Ähnlich geht es dir gerade mit zwei der bekanntesten Tech-Aktien.

Zwei Abstürze, zwei verschiedene Ursachen

Alphabet, die Mutter von Google, verlor am Donnerstag 12,6 Prozent, rund 500 Milliarden Dollar Börsenwert. Dabei wuchs der Umsatz um 25 Prozent, die Cloud-Sparte sogar um 103 Prozent. Aber der Bereich um die “Suche” wuchs mit 12 Prozent langsamer als die erwarteten 15.

Ein anderer Absturz war Intel: Intel verlor am Freitag 28,6 Prozent. Nur ein Tag war seit mindestens 1973 schlimmer. Die Zahlen des dritten Quartals waren gut, der Ausblick nicht. Für das vierte Quartal peilt Intel 25 Cent Gewinn je Aktie an, im dritten waren es 52. Grund ist der PC-Markt: Intel rechnet mit einem Minus von 12 Prozent dieses und weiteren 10 Prozent nächstes Jahr. KI-Rechenzentren saugen die Speicherchips auf, PCs werden teurer, weniger Leute kaufen sie.

Die Profis sehen die beiden sehr unterschiedlich

Bei Alphabet raten rund neun von zehn Analysten weiter zum Kauf. Die neu gesetzten Kursziele liegen im Mittel bei etwa 375 Dollar, rund 35 Prozent über dem Kurs von 277 Dollar. Bei Intel haben mehrere Häuser auf «neutral» zurückgestuft, darunter die Bank of America. Die neuen Ziele liegen im Mittel bei etwa 80 Dollar, 22 Prozent über dem Kurs von 66. Aber vor dem Absturz kostete die Aktie 92 Dollar. Selbst die heutigen Ziele liegen also unter dem Kurs von letzter Woche.

Und Analysten sind von Natur aus Optimisten. Schon vor dem Absturz lagen ihre Ziele für Alphabet im Schnitt rund 22 Prozent über dem Kurs. Sie senken meist erst, wenn der Kurs schon unten ist.

Weniger teuer heisst nicht günstig

Alphabet kostet nach dem Absturz rund das 19-Fache des für 2026 erwarteten Gewinns, Mitte Oktober waren es rund 24. Das ist eine Rechnung mit Schätzungen, keine Gewissheit.

Bei Intel sieht es anders aus. Rechnest du den Gewinn des vierten Quartals auf ein Jahr hoch, kostet die Aktie rund das 66-Fache. Mit dem Gewinn des dritten Quartals sind es rund 32. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Prognose. Aber es zeigt: Wer Intel kauft, kauft kein Schnäppchen, sondern eine Wette, dass der Gewinn wieder steigt. Morningstar schätzte den fairen Wert im Mai auf 90 Dollar, im Juli auf 105, jetzt auf 85, und nennt die Unsicherheit «sehr hoch». Wenn selbst die Profis so schnell umdenken, wie sicher bist du dann?

Was dagegen spricht, nichts zu tun

Wer nur zuschaut, kann die Erholung verpassen. Morningstar sieht Alphabet bei einem fairen Wert von 450 Dollar klar unter Wert und Intel leicht darunter. Aber der Markt kann lange anderer Meinung bleiben. Ein Analyst von Baird erwartet, dass Alphabet auf der «Strafbank» bleibt, bis die KI-Erträge sichtbar sind. Ein tiefer Kurs ist kein Boden.

TitelKurs 30.10.1 MonatSeit 1.1.3 Jahre5 Jahre
Alphabet
Google
279,84−18,7 %−10,6 %+125,5 %+89,0 %
Intel
Prozessoren
65,76−45,3 %+78,2 %+80,2 %+34,2 %
S&P 500
zum Vergleich
7'580,07−0,9 %+10,7 %+80,7 %+64,6 %
Schlusskurse vom 30.10.2026 im Vergleich zu 30.9.2026, 31.12.2025, 31.10.2023 und 29.10.2021. Aktien in USD, S&P 500 in Indexpunkten. Reine Kursentwicklung ohne Dividenden. Quellen: Digrin, Associated Press, Yahoo Finance.

1Idee

Alle feiern KI. Doch wer liefert den Strom?

Ab dieser Ausgabe bringt Serge Nussbaumer, Head Public Distribution bei Maverix, regelmässig eine Anlageidee, die du dir überlegen kannst. Er war zuvor Eigentümer & Chefredaktor des Fachmagazins payoff und hat über 30 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche.

Alle reden über KI. Doch ohne starke Stromnetze läuft kein Rechenzentrum. Auch E-Autos und Wärmepumpen brauchen Power. Der Netzausbau ist deshalb weit mehr als ein grüner Trend. Er ist Pflichtprogramm.

Genau hier setzt der First Trust Nasdaq Clean Edge Smart Grid Infrastructure ETF an. Er bündelt weltweit die Ausrüster der Stromzukunft.

Warum ins Depot? Weil auch die Infrastruktur hinter dem Boom Chancen bietet. Eine spannende langfristige Beimischung mit Kurs- und Währungsrisiken.

Der ETF bildet einen Index nach, der Firmen für Stromnetze, Zähler, Speicher und Netzsoftware bündelt, von Kabelherstellern bis zu Elektrotechnik-Konzernen. Der Fonds kauft die Aktien tatsächlich, gibt es seit 2022 und verwaltet über CHF 2 Milliarden. An der SIX in CHF handelbar. ISIN IE000J80JTL1.

Auf einen Blick
ETFFirst Trust Nasdaq Clean Edge Smart Grid Infrastructure UCITS ETF Acc
ISIN / SIXIE000J80JTL1 / FGRD, handelbar in CHF
Gebühr (TER)0,63 % pro Jahr
ErträgeWerden reinvestiert (thesaurierend)
FondswährungUS-Dollar, auch wenn du ihn in CHF kaufst
Grösste PositionenSchneider Electric, Johnson Controls, Eaton, ABB, Quanta Services (zusammen rund 40 %)
Quellen: justETF (Positionen Stand 31.8.2026), Parqet, finanzfluss. Keine Anlageempfehlung.

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