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3-2-1 Geld - Wann sich dein Vermögen verdoppelt

Wir zeigen dir, wie du einfach herausfinden kannst, wie sich dein Vermögen verdoppelt und geben dir auch Tipps, was zu bei Aktien zu beachten hast.

Die zweite Ausgabe in deiner Mailbox. Heute:

  • Wann sich dein Vermögen verdoppelt, und wie du es im Kopf ausrechnest.

  • Warum die kleinen Abos am längsten laufen.

  • Bitcoin mit weniger Schwankung, in eigener Sache.

  • Und warum dein Steuerjahr am 31. Dezember endet.

3Dinge

1. Aus 100 Franken wurden 947. Oder 30'144.

Irgendwann stellt dir jemand die Frage, wie viel du in Aktien halten sollst. Ein Berater, ein Formular, oder du dir selber. Meistens fällt die Antwort nach Bauchgefühl aus.

Es gibt dazu Schweizer Zahlen, die 126 Jahre zurückreichen. Die Genfer Privatbank Pictet rechnet sie seit 1988 jedes Jahr neu.

Bevor wir sie anschauen, eine Sache, ohne die alles Weitere nicht funktioniert.

Der Gewinn auf dem Auszug ist echt. Er reicht nur nicht.

Nimm die letzten zehn Jahre und Schweizer Obligationen. Auf dem Auszug wurden aus 100 Franken 103. Ein Plus, sichtbar, unbestreitbar. Im selben Jahrzehnt ist alles rund 8 Prozent teurer geworden. Was du 2015 für 100 Franken bekommen hast, kostet heute 108.

Du hast also 103 und brauchst 108. Deshalb rechnen wir hier alles zweimal. Einmal so, wie es auf dem Auszug steht. Und einmal in dem, was du dafür kaufen kannst. Die zweite Zahl ist die, die zählt.

Hundert Jahre, zwei Ergebnisse

Kurz für alle, die es nie nachgeschlagen haben: Mit einer Aktie besitzt du einen Anteil an einer Firma. Läuft sie gut, kann sie einen Teil des Gewinns ausschütten, das ist die Dividende. Läuft sie schlecht, gibt es keine, und dein Anteil verliert an Wert. Mit einer Obligation hast du Geld verliehen, bekommst Zins und am Ende deinen Betrag zurück. Beim Darlehen kennst du den Zins im Voraus, beim Mitbesitz nicht.

Die Zahlen im Titel gelten für 126 Jahre. So lange lebt niemand, also dieselbe Rechnung für Zeiträume, die du selber erlebt hast.

Aus CHF 100 wurden, gerechnet in Kaufkraft

Zeitraum Aktien Obligationen
10 Jahre 186 95
20 Jahre 290 126
126 Jahre 30'144 947

Schweizer Aktien und Obligationen, gerechnet in Kaufkraft. Dividenden und Zinsen sind enthalten und wieder angelegt. Jeweils bis Ende 2025, Startpunkte Ende 2015, Ende 2005 und Ende 1899. Quelle: Pictet, eigene Berechnung.

Ein Hinweis dazu: Dividenden und Zinsen sind in diesen Zahlen enthalten und jeweils wieder angelegt. Wer sich die Dividenden auszahlen lässt und ausgibt, kommt auf deutlich weniger.

Der Haken heisst Zeit

Wir haben aus Pictets Jahresdaten jeden möglichen Einstiegszeitpunkt seit 1900 durchgerechnet: Wie oft wäre am Ende weniger übrig geblieben, wenn man an einem beliebigen Jahresende eingestiegen wäre und dann einfach gehalten hätte?

«Kauf Aktien» ist der meistgegebene Ratschlag im Internet, und die erste Tabelle gibt ihm recht. Nur fehlt fast immer die zweite Hälfte des Satzes: und lass sie zwanzig Jahre liegen.

So liest du die Tabelle: Seit 1900 gab es 122 Möglichkeiten, an einem Jahresende einzusteigen und fünf Jahre zu halten. Bei 36 davon hattest du am Ende weniger Kaufkraft als am Anfang. Das sind die 30 Prozent in der zweiten Zeile. Es heisst also nicht, dass du 30 Prozent verlierst. Es heisst, dass es in rund einem von drei Fällen schiefging.

Schweizer Aktien: Wie oft blieb am Ende weniger übrig?

Wie lange gehalten So oft im Minus
1 Jahr 33 %
5 Jahre 30 %
10 Jahre 20 %
20 Jahre 9 %
30 Jahre 0 %

Schweizer Aktien, 1900 bis 2025, gerechnet in Kaufkraft. Berücksichtigt wurde jeder mögliche Einstieg per Jahresende, der Betrag einmalig angelegt und gehalten. Dividenden enthalten und wieder angelegt. Daten 1899 bis 1925 aus dem Datensatz von Dimson, Marsh und Staunton. Quelle: Pictet, eigene Auswertung.

Die schlechteste Fünfjahresperiode lief von 1969 bis 1974, damals blieb gut die Hälfte der Kaufkraft auf der Strecke. Ab zwanzig Jahren wird es ruhig, ab dreissig gab es in 126 Jahren keine einzige Periode mit Verlust.

Und jetzt der Teil, der erklärt, warum sich das falsch anfühlt. Im letzten Jahrzehnt gab es kein einziges schlechtes Fünfjahresfenster. Zwei schlechte Jahre schon, 2018 und 2022. Aber jede Fünfjahresstrecke seit 2013 endete im Plus. Die letzte im Minus lief von 2007 bis 2012.

Wer in diesem Jahrzehnt angefangen hat, hat nie erlebt, dass es fünf Jahre lang nicht funktioniert.

Was das für dein Geld heisst

Die Frage lautet also nicht: Wie viel Risiko halte ich aus? Sondern: Wie lange kann ich dieses Geld liegen lassen?

Aus der zweiten Tabelle liest du direkt ab, was das bedeutet:

  • Unter drei Jahren: Konto. Jedes dritte Jahr endet im Minus, und drei Jahre reichen nicht, um das auszusitzen.

  • Drei bis zehn Jahre: Kann funktionieren. In einem von fünf Fällen bist du nach zehn Jahren trotzdem hinten.

  • Über zwanzig Jahre: Hier kippt es. Neun von hundert Perioden im Minus, ab dreissig Jahren keine mehr.

Sortier dein Geld also nicht nach Gefühl, sondern nach Zeitpunkten. Notgroschen aufs Konto, das Geld für die Wohnung in drei Jahren auch. Was zwanzig Jahre Zeit hat, darf schwanken.

Und die Technik, die du dafür brauchst, ist eine Subtraktion. Zieh von jeder Rendite, die dir jemand nennt, rund 2 Prozent ab. Das ist die durchschnittliche Teuerung in der Schweiz. Dein 3a-Konto gibt 0,5 Prozent? Dann verlierst du jedes Jahr 1,5 Prozent Kaufkraft. Dein Fonds machte 6 Prozent? Bleiben 4.

Zwei ehrliche Zusätze. Die Auswertung geht davon aus, dass du den ganzen Betrag auf einmal anlegst. Wer monatlich einzahlt, hat ein anderes Profil. Und die Zahlen stammen aus einer Publikation, die Pictet selber als Marketingdokument bezeichnet. Die Tabellen sind nachrechenbar, die Auswahl der Botschaft ist es nicht.

3-2-1-Merksatz

3 – Der Gewinn auf dem Auszug ist echt, er reicht nur oft nicht. Zieh von jeder Renditezahl rund 2 Prozent Teuerung ab, dann siehst du, was übrig bleibt.

2 – Fünf Jahre reichen nicht. Fast jede dritte Fünfjahresperiode seit 1900 endete mit weniger Kaufkraft als am Anfang. Ab zwanzig Jahren waren es noch neun Prozent.

1 – Schreib für jeden Topf deines Vermögens auf, wann du ihn brauchst, und schau in der zweiten Tabelle nach, welche Zeile das ist.

2. Wie aus sparen Investieren wird

Früher war die Logik einfach: Jeden Monat geht etwas aufs Sparkonto, und irgendwann, wenn genug beisammen ist und die Zeit günstig scheint, wird daraus eine Anlage. Der zweite Teil passiert bei den meisten nie. Das Geld bleibt liegen, weil der richtige Moment nie eindeutig da ist.

Heute lässt sich der Satz umbauen: Ich lege jeden Monat hundert Franken an. Punkt.

Wie ein Sparplan funktioniert

Der Fachbegriff heisst Dollar Cost Averaging, auf Deutsch schlicht Sparplan. Du legst einmal fest, was du kaufst und wie viel monatlich eingezahlt wird, danach läuft es automatisch. Bei hohen Kursen bekommst du für deine hundert Franken weniger Anteile, bei tiefen mehr.

Der Punkt ist nicht der Durchschnittspreis. Der Punkt ist, dass keine Entscheidung mehr nötig ist. Du musst nicht wissen, ob heute ein guter Tag ist, und dich auch nicht monatlich überwinden.

Angeboten wird das vor allem von den digitalen Plattformen, wie Neon, Yuh, Saxo und Swissquote. Bei manchen geht es ab zehn Franken, bei manchen auch auf einzelne Aktien oder auf Bitcoin. Bei vielen klassischen Banken fehlt die Funktion bis heute.

Was ein Sparplan nicht ist

Und hier weichen wir von den meisten Texten zum Thema ab.

Ein Sparplan bringt nicht immer die höheren Rendite. In steigenden Märkten ist er eher der Verlierer. Wer von 2015 bis 2025 jedes Jahr denselben Betrag in Schweizer Aktien gelegt hat, kam real auf rund 40 Prozent Gewinn. Wer denselben Gesamtbetrag Ende 2015 auf einmal angelegt hätte, läge bei plus 85,7 Prozent.

Das ist kein Fehler, das ist Arithmetik. Beim Sparplan war dein Geld im Schnitt nur die halbe Zeit investiert. Die Einzahlung von 2024 hatte ein Jahr Zeit, die Einmalanlage zehn.

Deshalb gilt: Wenn du bereits einen grösseren Betrag hast, eine Erbschaft, einen Bonus oder Geld, das lange auf dem Konto lag, ist die Frage eine andere. Weil Märkte häufiger steigen als fallen, war es historisch meistens besser, alles auf einmal anzulegen, statt es über zwölf Monate zu verteilen.

Wer in Tranchen investiert, kauft sich keine bessere Rendite, sondern ein besseres Gefühl. Das ist legitim, man sollte nur wissen, dass man dafür bezahlt.

Was ein Sparplan ist

Wer hundert Franken im Monat vom Lohn anlegt, hatte nie die Wahl, einige Tausende Franken auf einmal zu investieren. Er hat dieses Geld schlicht nicht besessen. Seine Frage lautet nicht «Sparplan oder Einmalanlage», sondern «Sparplan oder Sparkonto».

Und da ist die Sache eindeutig. Hundert Franken im Monat über zwanzig Jahre ergeben CHF 24'000 an Einzahlungen. Auf einem Sparkonto mit 0,5 Prozent Zins bleiben davon bei der langfristigen Teuerung rund CHF 20'600 an Kaufkraft. Weniger, als du eingezahlt hast. Mit einer realen Rendite von 5 Prozent wären es rund CHF 40'600.

Das ist der eigentliche Vorteil. Nicht die bessere Rendite, sondern dass überhaupt etwas passiert. Ein Sparplan macht Vermögensaufbau für Leute möglich, die nie einen Betrag am Stück haben, und das sind die meisten.

Wo es teuer wird

Der Posten, über den niemand redet, ist die Gebühr pro Ausführung. Bei hundert Franken im Monat sind zwei Franken Pauschale bereits zwei Prozent, und die fallen zwölfmal im Jahr an.

Zum Vergleich: Ein günstiger ETF kostet im Jahr rund 0,10 bis 0,25 Prozent. Die Ausführungsgebühr ist damit das Zehnfache, und sie fällt bei jedem einzelnen Kauf an.

Deshalb lohnt sich vor dem Start ein Blick auf zwei Zahlen: was eine einzelne Ausführung kostet und ob es einen Mindestbetrag gibt.

3-2-1-Merksatz

3 – Ein Sparplan ist keine Renditemethode, sondern eine Gewohnheit. Er nimmt dir die monatliche Entscheidung ab, nicht das Risiko.

2 – Hast du bereits einen grösseren Betrag, ist die Frage eine andere. Historisch war es meistens besser, ihn auf einmal anzulegen. Ein Sparplan ist für Geld, das erst noch kommt.

1 – Schau vor dem Start auf die Gebühr pro Ausführung. Bei 100 Franken im Monat sind zwei Franken Pauschale bereits zwei Prozent, und die zahlst du zwölfmal im Jahr.

3. Dein Steuerjahr endet früher, als du denkst

Die Steuererklärung kommt zwar erst nächstes Jahr. Aber viele Dinge, die deine Steuerrechnung senken können, musst du schon vorher erledigen.

Deshalb bauen wir die ultimative Steuerliste für die Schweiz. Kurz, verständlich und zum Abhaken. Wir wollen wissen, was dich am meisten interessiert:

Welchen Fokus hast du?

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Noch 4 Monate bis Ende Jahr

Fang jetzt an, nicht im Dezember. Hier ein paar Ideen:

  • Säule 3a, das Geld muss angekommen sein, nicht bloss ausgelöst

  • 3a-Lücken aus 2025, aber erst nach dem ordentlichen Beitrag

  • Einkauf in die Pensionskasse

  • Spenden und Parteibeiträge

  • Weiterbildung

  • Kinderbetreuung

  • Zahnarzt und grössere Behandlungen, wenn möglich im selben Jahr gebündelt

  • Renovationen am Eigenheim

  • Vorsorgeausweis bestellen, denn ohne ihn weisst du nicht, ob Einkauf möglich ist.

  • Zahnarzttermin buchen. Im Dezember bekommst du keinen mehr.

  • Handwerker anfragen. Gleiche Geschichte

Der beste Zeitpunkt, sich um Steuern zu kümmern, ist nicht im Frühling. Sondern jetzt.

3-2-1-Merksatz

3 – Steuern spart man nicht im Frühling, sondern vorher.

2. – Was du bis Ende Jahr nicht erledigst, kannst du nicht mehr abziehen.

3. – Gute Steuerplanung beginnt mit einer Liste. Wir liefern dir diese!

2Tipps

1. Dann wird dein Vermögen verdoppelt sein

Auf deinem Bankauszug steht irgendwo ein Zinssatz oder eine Renditezahl. Du hast ihn hundertmal gesehen und nie darüber nachgedacht, weil kleine Prozentzahlen alle gleich klein aussehen.

Es gibt eine Rechnung, die das ändert, und sie geht im Kopf.

Teile 72 durch die Rendite

Was rauskommt, sind die Jahre bis zur Verdopplung deines Vermögens. Angenommen, dein Konto zahlt 1 Prozent Zins. 72 geteilt durch 1 sind 72 Jahre, bis aus deinem Geld doppelt so viel geworden ist.

Und so sieht der Rest der Skala aus:

Rendite Verdopplung Aus 50'000
1 % 72 Jahre 67'000
3 % 24 Jahre 121'000
5 % 14 Jahre 216'000
8 % 9 Jahre 503'000

Rechenbeispiele. Schweizer Aktien lagen real zwischen viereinhalb und gut sechs Prozent pro Jahr.

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen sieben Prozentpunkte. Am Ende ist es das Siebenfache.

Die Zeile mit den 5 Prozent ist die, die dich am ehesten betrifft. So viel haben Schweizer Aktien seit 1900 real abgeworfen, also nach Abzug der Teuerung.

Und dein Sparkonto steht nicht einmal in der ersten Zeile. Im Magerzins-Umfald und mit der Teuerung verdoppelt sich dein Geld verdoppelt nie.

Teuer sind oft auch die Gebühren. Zieh von den 5 Prozent einen einzigen Punkt ab: 72 geteilt durch 4 sind achtzehn Jahre. Aus vierzehn Jahren werden achtzehn.

Zwei Fallen

Die Regel unterstellt, dass die Rendite jedes Jahr gleich hoch ist. Das macht kein Markt. Sie taugt zum Vergleichen von zwei Möglichkeiten, und wer damit sein Rentenalter berechnet, hat sie missverstanden.

Sie liefert genau die Antwort, die du fütterst. Die 72 Jahre ganz oben sind nominal gerechnet, die vierzehn Jahre bei den Aktien real. Rechne durchgehend das eine oder das andere, aber misch sie nie.

3-2-1-Merksatz

3 – Schau nach, was dein angelegtes Geld tatsächlich abwirft. Nicht schätzen. Die Zahl steht auf dem Kontoauszug oder prüfe die Gesamtrendite deines Depots oder das Factsheet vom Produkt.

2 – Teile 72 durch diese Zahl. Was rauskommt, sind die Jahre bis zur Verdopplung. Steht eine Null vor dem Komma, erlebst du sie nicht.

1 – Hast du Fonds oder ETFs, zieh die TER von deiner Rendite ab und rechne nochmals. Der Abstand zwischen den beiden Ergebnissen ist die Zeit, die dieser Fonds dich kostet.

2. Dein billigstes Abo ist das teuerste

Spotify, Netflix und Disney+ haben ihre Preise mehrfach erhöht. Gefragt wurde niemand. Es kam eine Mail, und wer nicht reagierte, zahlte ab dem Folgemonat mehr.

Das ist keine Nachlässigkeit, sondern der Kern des Modells. Ein Abo verdient sein Geld damit, dass du nichts entscheidest. Selbst die Quittung kommt erst, wenn das Geld schon weg ist.

Und weil niemand entscheidet, verschätzen sich alle. In amerikanischen Umfragen geben Konsumenten ihre Abokosten mit ungefähr der Hälfte dessen an, was sie tatsächlich zahlen. Rund 42 Prozent haben mindestens ein Abo laufen, das sie nicht mehr nutzen, in einzelnen Erhebungen sind es gegen 60 Prozent. Für die Schweiz gibt es keine vergleichbare Zahl.

Damit dir das nicht passiert, drehst du die Voreinstellung um, ganz einfach.

Der Trick mit dem Periodenende

Die meisten Monatsabos laufen nach einer Kündigung bis zum Ende der bezahlten Periode weiter, und du kannst sie bis dahin normal nutzen. Bei Netflix ist das ausdrücklich so geregelt.

Daraus wird die Methode: Kündige heute alles. Nutze bis zum Periodenende weiter. Löse danach nur das neu, was du in diesen Wochen tatsächlich vermisst hast.

Damit muss ein Abo sich seine Verlängerung verdienen. Du zahlst keinen Franken mehr als sonst und bekommst eine ehrliche Antwort darauf, was du wirklich brauchst.

Drei Minuten, dann eine halbe Stunde

Fang beim App Store an, dort geht Kündigen mit zwei Taps. Am iPhone unter Einstellungen, dein Name, Abonnements. Bei Android im Play Store über dein Profilbild.

Danach kommt der längere Teil, denn im App Store steht nur, was über Apple oder Google abgerechnet wird.

Kreditkartenabrechnung und Kontoauszug, zwölf Monate zurück. Nicht drei, sonst entgehen dir alle Jahresabos.

Mailkonto durchsuchen nach «Rechnung», «Abo», «Verlängerung». Die alten Bestätigungsmails sind dein bestes Archiv.

Vorsicht bei allem mit Vertragsjahr. Fitness, Versicherungen, Vereine. Dort gilt der Trick nicht, dort brauchst du die Kündigungsfrist.

Was dagegen spricht

Bei manchen Diensten zahlst du noch einen alten Tarif und bekommst bei der Rückkehr den aktuellen. Prüf das, bevor du kündigst.

Und ein Backup oder eine Versicherung, die du nie anschaust, tut genau das, wofür du zahlst. Nicht jedes ungenutzte Abo ist ein vergessenes.

Von Apps, die das automatisch für dich erledigen, würde ich die Finger lassen. Sie wollen Zugriff auf dein Bankkonto, du gibst also Einblick in sämtliche Zahlungen, um vielleicht zwanzig Franken im Monat zu sparen.

3-2-1-Merksatz

3 – Schätz zuerst, was du im Monat für Abos zahlst, und zähl es dann auf der Kreditkartenabrechnung zusammen. Die Differenz ist der eigentliche Befund.

2 – Ein Abo verlängert sich, weil du nichts tust. Die kleinen Beträge überleben deshalb am längsten: Bei 30 Franken überlegst du irgendwann, bei 4.90 nie.

1 – Kündige zuerst, entscheide danach. Du nutzt bis zum Periodenende weiter und löst nur neu, was du wirklich vermisst hast. Ausser bei Verträgen mit Jahresfrist, dort zuerst die Kündigungsfrist prüfen.

1Idee

Bitcoin fällt. Was machst du dann?

In eigener Sache: Wir machen nicht nur 3-2-1, wir sind auch House of Satoshi. Der folgende Beitrag stellt ein Produkt vor, an dem wir mitverdienen. Wir sind transparent, aber schreiben ihn trotzdem, weil er zur Rubrik gehört, und wir schreiben auch hin, was dagegen spricht.

Bitcoin kann schnell steigen. Aber genauso schnell kann es fallen. 2025 ging es von rund 126'000 Dollar auf 60'100 Dollar zurück. Solche Bewegungen sind bei Bitcoin nichts Neues. Die Schwankungen sind deutlich grösser als bei klassischen Anlagen.

Das Problem ist deshalb nicht nur die Rendite. Das Problem ist, ob du die Schwankung aushältst.

Denn irgendwann wird aus einem Kursrückgang eine emotionale Entscheidung. Erst schaust du weniger oft ins Depot. Dann liest du Nachrichten. Dann fragst du dich, ob Bitcoin überhaupt noch funktioniert.

Und irgendwann verkaufst du. Genau dann wird aus einem vorübergehenden Verlust ein echter.

Deshalb haben wir etwas gebaut

Wir haben uns gefragt: Kann man Bitcoin so investieren, dass die grossen Rückgänge weniger brutal ausfallen?

Daraus ist BTCAI entstanden.

Das Prinzip ist einfach: In ruhigen Marktphasen ist das Modell stark in Bitcoin investiert. Erkennt es erhöhte Risiken, kann es die Bitcoin-Position reduzieren und einen Teil in Cash halten. Einmal im Monat wird geprüft und bei Bedarf umgeschichtet.

Das Ziel ist nicht, Bitcoin zu schlagen. Das Ziel ist, investiert zu bleiben.

Natürlich hat das einen Preis: Wenn Bitcoin plötzlich stark steigt, kann das Modell weniger verdienen. Und ein Absturz innerhalb weniger Tage wird nicht automatisch verhindert.

Die Zahlen, die wir zeigen (siehe unten), sind deshalb eine Rückrechnung und keine erzielte Rendite. Vergangene Ergebnisse sagen nichts über die Zukunft aus.

Willst du wissen, wie es funktioniert?

Dann komm und frag uns aus. Wir zeigen dir das Modell, die Rückrechnung und vor allem auch, wo es nicht funktioniert.

Alle Informationen und die kostenlosen Events findest du hier.

Rückrechnung, nicht mit echtem Geld gehandelt. Renditen vor Produktkosten und Steuern.

Zeitraum BTCAI Bitcoin Differenz
Jan–Jul 2026 −24,1 % −28,2 % +4,1
2 Jahre +28,4 % −2,9 % +31,3
5 Jahre +153,8 % +50,4 % +103,4

Differenz in Prozentpunkten. Simulierte Werte in Franken, Stand Juli 2026. Zeiträume: Januar bis Juli 2026, August 2024 bis Juli 2026, August 2021 bis Juli 2026. Vergangene Wertentwicklung, ob simuliert oder real, sagt nichts über die Zukunft.

Die Lektion

Die grösste Gefahr bei Bitcoin ist nicht der Rückgang. Es ist der Moment, in dem du im Rückgang aussteigst und beim nächsten Hoch wieder einsteigst.

Ob du das mit einem Produkt löst, mit einem Sparplan oder mit Sturheit, ist deine Sache. Aber entscheide es jetzt und nicht mitten im nächsten Absturz. Dort trifft niemand gute Entscheidungen.

10 Minuten.
Dein Geld.
Jede Woche.

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