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Deine Pensionskasse & AHV ¦ Space X

10 Minuten. Dein Geld. Diese Woche.

Du bekommst diese Mail, weil du irgendwann 10×10, den ETF-Newsletter, abonniert hast oder Gast bei unseren Events warst. Von uns kam längere Zeit nichts. Jetzt sind wir zurück, unter neuem Namen.

Aus 10×10 wird 3-2-1 - Jede Woche: 3 Dinge. 2 Tipps. 1 Idee.

Wir schreiben über Investments, Vorsorge, ETFs und andere Finanzprodukte, Bitcoin & Krypto, Future Investments, Fintechs, Challengerbanken und Money Life Hacks. Ebenso über Dinge rund um dein Geld, die dir bisher vielleicht niemand gesagt hat.

Das ist erst der Anfang: gute Angebote oder exklusive Veranstaltungen kommen später dazu.

Zehn Minuten pro Woche sind 0,1% deiner Zeit für 100% deines Geldes.

3Dinge

1. Deine Pensionskasse hat einen Entscheid mit Verfalldatum

Du verlässt deinen Arbeitgeber. Gehst du direkt in einen neuen Job, wandert dein Pensionskassengeld in der Regel in die neue Pensionskasse. Fertig.

Aber vielleicht kommt erst etwas anderes. Ein Sabbatical. Die Selbstständigkeit. Oder schlicht noch kein neuer Job. Dann landet dein Guthaben in einer Freizügigkeitslösung und die suchst du selbst aus.

Das klingt nach Papierkram, ist aber eine der Entscheidungen, bei denen du besser nicht einfach auf «wird schon passen» klickst.

Tu nicht nichts

Meldest du deiner Pensionskasse gar nichts, passiert trotzdem etwas: Frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach dem Austritt überweist sie dein Geld an die Stiftung Auffangeinrichtung. Das Fundbüro der zweiten Säule.

Und es ist erstaunlich gut besucht: Dort liegen rund 1,5 Millionen Freizügigkeitskonten mit knapp 20 Milliarden Franken. Die eigentliche Zahl ist aber eine andere. Mehr als ein Drittel des Geldes bleibt länger als zehn Jahre liegen.

Zehn Jahre im mageren Zinsumfeld. Das ist der teuerste Weg, sich sicher zu fühlen. CHF 300'000, die zehn Jahre kaum verzinst werden, sind danach vielleicht etwas mehr als CHF 300'000 – aber mit deutlich weniger Kaufkraft.

Der Entscheid mit Verfalldatum: Splitting

Der teurere Fehler ist aber ein anderer. Wer sein Geld einfach irgendwo hinschiebt, gibt fast immer eine Möglichkeit weg, die er nur wenige Male im Leben hat: Du kannst dein Guthaben auf zwei Freizügigkeitseinrichtungen aufteilen statt auf eine. Das nennt sich Splitting.

Entscheidend: Das geht nur im Moment des Austritts. Liegt alles einmal auf einer einzigen Lösung, kannst du es nachträglich nicht mehr teilen.

Warum sich zwei Töpfe lohnen können:

1. Du kannst unterschiedlich anlegen: Der eine Teil bleibt konservativ, weil du ihn vielleicht bald brauchst. Der andere wird investiert, weil er noch 15 oder 20 Jahre Zeit hat.

2. Du kannst später gestaffelt beziehen: Kapitalbezüge aus der zweiten Säule werden progressiv besteuert. Zwei kleinere Bezüge in zwei Jahren können günstiger sein als ein grosser. Aber nur über verschiedene Steuerjahre.

Und dann kommt der neue Job

Du hattest beim Austritt beispielsweise CHF 300'000 in deiner Pensionskasse. Du teilst das Guthaben auf zwei Freizügigkeitslösungen auf: je CHF 150'000.

Zwei Jahre später hast du einen neuen Arbeitgeber. Muss jetzt alles zurück in die neue Pensionskasse? Nicht zwingend.

Die neue Pensionskasse bestimmt aufgrund ihres Reglements bzw. des Vorsorgeausweises, wie viel sie übernehmen kann bzw. benötigt. Braucht sie beispielsweise CHF 150'000 und du hast zwei Töpfe à CHF 150'000, geht genau einer hinüber. Der andere bleibt investiert.

Genau dafür hast du beim Austritt gesplittet. Mit einem einzigen Topf hättest du diese Wahl nicht.

Anlegen: ab wann es sich lohnt

Faustregel: Bleibt dein Guthaben voraussichtlich weniger als drei Jahre in der Freizügigkeit, ist das Konto die vernünftige Wahl. Danach wird ein Wertschriftendepot interessant.

Der ehrliche Gegenpunkt: Wenn du in zwei Jahren einen neuen Job hast und zurück in die Pensionskasse musst, musst du verkaufen, allenfalls genau dann, wenn die Märkte im Keller sind. Aktien schwanken nicht nur nach oben.

Und genau dafür sind zwei Töpfe so praktisch: kurzfristiges Geld aufs Konto, langfristiges ins Depot.

Wertschriftenlösung ist nicht gleich Wertschriftenlösung

Die Vergleichsplattform Evaluno hat im Sommer 2026 über 250 Freizügigkeitsprodukte von 32 Anbietern ausgewertet. Drei Dinge fallen auf.

Erstens: Die Spannweite ist brutal. Beim teuersten Anbieter sind die jährlichen Gebühren im Schnitt mehr als dreieinhalb Mal so hoch wie beim günstigsten. Das ist die weniger charmante Seite des Zinseszinses. Gebühren verzinsen sich auch. Nur für jemand anderen.

Zweitens: Vorne stehen keine klassischen Banken. In den Spitzenrängen bei Kosten wie bei Rendite dominieren digitale Vorsorgeanbieter. Wer sein Freizügigkeitsgeld reflexartig dort lässt, wo schon das Lohnkonto ist, zahlt diesen Reflex über Jahre ab.

Drittens: Billig ist nicht automatisch gut. Entscheidend ist nicht, wer die tiefsten Gebühren verlangt, sondern was nach Kosten und Anlageperformance tatsächlich übrig bleibt. Fünf Prozentpunkte Renditeunterschied pro Jahr machen aus CHF 300'000 über fünf Jahre rund CHF 83'000 Unterschied. Deshalb: Nettoperformance über mehrere Jahre vergleichen und immer bei einer vergleichbaren Aktienquote.

Hier geht’s zum Vergleich von Evaluno

3-2-1-Merksatz

3 – Wer beim Austritt nichts entscheidet, landet bei der Auffangeinrichtung. Nimm dir die halbe Stunde.

2 – Aufteilen auf zwei Freizügigkeitseinrichtungen geht nur beim Austritt. Danach nie mehr.

1 – Nicht die tiefste Gebühr gewinnt, sondern die beste Rendite nach Kosten innerhalb deiner Risikoklasse.

Das ist keine Vorsorgeberatung. Ob ein Splitting oder eine bestimmte Freizügigkeitslösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von deinem Vorsorgeausweis, dem Reglement deiner Pensionskasse, deinem Wohnkanton und deinem Anlagehorizont ab.

2. Dein 3a hat plötzlich ein Gedächtnis

Bisher war die Sache mit der Säule 3a brutal einfach: Du hast in einem Jahr nicht den maximalen 3a-Betrag eingezahlt? Pech gehabt. Die Lücke war weg. Seit 2026 ist das anders.

Jetzt kannst du Lücken nachzahlen

Wenn du ab 2025 in einem Jahr nicht den maximal möglichen 3a-Beitrag einbezahlt hast, kannst du diese Lücke künftig bis zu zehn Jahre rückwirkend schliessen.

2026 ist das erste Jahr, in dem das überhaupt möglich ist und zwar für eine Lücke aus 2025.

Für 2026 beträgt der normale 3a-Abzug CHF 7'258. Und jetzt kommt der Haken: Du musst zuerst deinen ordentlichen 3a-Beitrag für das laufende Jahr vollständig einzahlen. Erst danach kannst du eine alte Lücke einkaufen.

Das bedeutet: Wenn du 2025 nur CHF 4'000 statt CHF 7'258 eingezahlt hast, kannst du die fehlenden CHF 3'258 grundsätzlich nachzahlen. Aber erst, nachdem dein ordentlicher Beitrag für 2026 vollständig bezahlt ist.

Drei Dinge musst du wissen

Erstens: Die Regel gilt nur für Lücken ab 2025. Alte Lücken aus beispielsweise 2018 kannst du damit nicht wiederbeleben.

Zweitens: Du brauchst sowohl im Lückenjahr als auch im Einkaufsjahr ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen und musst in diesen Jahren grundsätzlich zum 3a-Beitrag berechtigt sein.

Drittens: Eine einzelne Jahreslücke darf nur mit einem Einkauf geschlossen werden. Du kannst also nicht heute die Hälfte einer 2025er-Lücke einzahlen und den Rest in drei Jahren nachschieben.

Noch ein Detail, das leicht übersehen wird: Mit einem Einkauf kannst du auch mehrere Jahreslücken gleichzeitig ausgleichen. Der Einkaufsbetrag ist aber pro Einkaufsjahr auf den kleinen 3a-Abzug begrenzt.

Der Profi-Tipp: 3a nicht in einen Topf werfen

Du kannst mehrere 3a-Konten führen, auch bei verschiedenen Anbietern. Eine gesetzliche Maximalzahl gibt es nicht.

Und das kann später interessant werden. Denn ein einzelnes 3a-Gefäss wird beim Bezug grundsätzlich vollständig aufgelöst. Mehrere Gefässe ermöglichen es dir, die Bezüge über verschiedene Jahre zu verteilen.

Als Faustregel: Wenn ein 3a-Topf gegen CHF 50'000 wächst, kann es sinnvoll sein, einen neuen zu eröffnen. So entstehen mehrere kleinere Gefässe, die du später gestaffelt beziehen kannst.

Das kann die Steuerprogression brechen. Deshalb bauen viele erfahrene Anleger nicht einen grossen 3a-Topf auf, sondern mehrere kleinere. Drei bis fünf sind dabei keine gesetzliche Regel, sondern eine häufig verwendete Faustgrösse.

Wer früh verteilt, hat später mehr Möglichkeiten.

Deine 3-2-1-Regel

3 – Überlege dir mehrere 3a-Gefässe, statt alles in einem Topf zu sammeln.

2 – 2026 kannst du erstmals eine 2025 entstandene Beitragslücke nachzahlen. Aber zuerst muss der ordentliche 2026er-Beitrag vollständig drin sein.

1 – Pro Lückenjahr gibt es nur einen einzigen Einkauf. Wer halb schliesst, verliert den Rest.

3. Der Heimvorteil, der keiner ist

Du lebst in der Schweiz, dein Geld brauchst du irgendwann in Franken. Bei einem ETF auf ausländische Aktien hast du deshalb neben dem Aktienrisiko auch ein Währungsrisiko.

Steigen deine Aktien um 10 Prozent und fällt der Dollar gleichzeitig gegenüber dem Franken, kommt bei dir weniger davon an. Steigt der Dollar, gibt er deiner Rendite dagegen zusätzlichen Rückenwind.

Ein ETF mit «CHF hedged» versucht, diese Währungsschwankungen gegenüber dem Franken zu reduzieren. Die Aktien bleiben dieselben. Zusätzlich sichert der ETF die Währungen über Devisengeschäfte ab.

55,6 gegen 48,2 Prozent

In unserem Vergleich liegen zwei ETFs auf demselben Weltaktienindex: einer ohne Währungsabsicherung, einer mit CHF-Hedging. Beide Renditen sind in Franken gerechnet.

Über fünf Jahre: 55,6 Prozent ohne Absicherung gegenüber 48,2 Prozent mit Absicherung.

Das bedeutet aber nicht, dass Hedging grundsätzlich schlechter ist. In dieser Periode hat die Währung der ungesicherten Variante geholfen. In einer anderen Periode kann es genau umgekehrt sein.

Auf ein Jahr heruntergerechnet sind das rund 9,2 gegenüber 8,2 Prozent. Ein Prozentpunkt klingt nach wenig. Über zehn Jahre sind das bei CHF 10'000 rund CHF 1'600 oder 16 Prozent mehr Vermögen. Über 20 Jahre rund CHF 5'500 oder 21 Prozent mehr.

Die Frage ist deshalb nicht: Welche Variante war bisher besser? Sondern: Will ich das Währungsrisiko tragen oder möchte ich es reduzieren?

Warum kostet Hedging?

Ein CHF-Hedge ist keine kostenlose Versicherung.

Stell dir vor, du willst deine Dollar für ein Jahr gegen Franken absichern. Heute wird festgelegt, zu welchem Kurs die Dollar später zurückgetauscht werden. Bei diesem Absicherungskurs spielen auch die Zinsen in den beiden Ländern eine Rolle.

Sind die Zinsen in den USA höher als in der Schweiz, kann das die Absicherung für einen Schweizer Anleger verteuern. Die Zinsdifferenz steckt vereinfacht gesagt im Preis des Hedgings.

Wichtig: Das bedeutet nicht, dass der Dollar deshalb automatisch um diesen Prozentsatz fallen muss. Die Zinsdifferenz beeinflusst die Kosten der Absicherung – sie ist keine Prognose für den zukünftigen Wechselkurs.

Aber der Dollar hat langfristig doch verloren

Ja. 1976 bekamst du für einen Dollar im Jahresdurchschnitt rund CHF 2.50. 2025 waren es noch rund CHF 0.83. Rückgerechnet entspricht das einem Wertverlust von rund 2,2 Prozent pro Jahr.

Aber daraus folgt nicht, dass du deinen ETF heute absichern solltest. Währungen sind für Privatanleger schwer vorherzusagen. Niemand weiss, wo der Dollar in zehn oder 20 Jahren steht. Bei einem langfristigen Aktieninvestment würde ich deshalb nicht versuchen, die Währung vorherzusagen.

Also: CHF hedged oder nicht?

Du brauchst das Geld bald: Eine Absicherung kann sinnvoll sein. Wenn du beispielsweise in drei Jahren dein Eigenkapital für ein Haus brauchst, möchtest du vielleicht nicht zusätzlich vom Dollarkurs abhängig sein.

Du investierst 20 oder 30 Jahre: Dann würden wir die Währung nicht automatisch absichern. Du akzeptierst die Schwankungen und musst keine langfristige Währungsprognose treffen.

Du willst möglichst wenig Schwankungen in Franken: Dann kann Hedging ebenfalls sinnvoll sein.

👉 Denn mit dem Hedge kaufst du nicht automatisch mehr Rendite. Du kaufst weniger Währungsschwankung und bezahlst dafür.

Und dann sind da noch die Gebühren

CHF-hedged ETFs sind häufig etwas teurer als ihre ungesicherten Varianten. Dazu kommen die wirtschaftlichen Effekte der Absicherung. Deshalb gilt auch hier: Nicht einfach auf die TER schauen.

Ein ETF mit 0,20 Prozent TER ist nicht automatisch besser als einer mit 0,35 Prozent. Entscheidend ist, was nach Kosten, Anlageperformance und Währungseffekten tatsächlich bei dir ankommt.

👉 Wie du ETFs richtig vergleichst und warum TER allein dafür nicht reicht, schauen wir uns in einer der nächsten Ausgaben genauer an.

Die 3-2-1-Regel dazu

3 – Wann brauche ich das Geld? Je kürzer dein Anlagehorizont, desto wichtiger können Währungsschwankungen werden.

2 – Wie viel Schwankung will ich aushalten? Hedging reduziert das Währungsrisiko, nicht das Aktienrisiko.

1 – Was kostet mich die Absicherung? Schau nicht nur auf die TER. Entscheidend ist die tatsächliche Entwicklung des Fonds nach Kosten und Währungseffekten.

2Tipps

1. Deine AHV-Rente beginnt heute

Die Höhe deiner späteren AHV-Rente wird nicht erst bei der Pensionierung bestimmt. Entscheidend ist auch, was heute in deinem AHV-Konto steht.

Deshalb die einfache Frage: Hast du wirklich jedes Jahr AHV-Beiträge bezahlt? Und weisst du das sicher?

Eine Lücke kann aus verschiedenen Gründen entstehen. Zum Beispiel, wenn du längere Zeit im Ausland gelebt hast, weniger oder gar nicht gearbeitet hast oder in einer anderen Lebensphase Beiträge nicht vollständig erfasst wurden.

Auch bei Mutterschaft oder längeren Betreuungszeiten lohnt sich ein genauer Blick auf das AHV-Konto. Ein fehlendes Beitragsjahr kann später deine AHV-Rente schmälern.

Prüfe deshalb dein AHV-Konto

👉 Bestelle bei deiner regionalen AHV-Ausgleichskasse deinen Kontoauszug, kurz IK-Auszug. Dort siehst du, welche Einkommen und Beitragszeiten bei dir erfasst sind.

Geh den Auszug Jahr für Jahr durch: Sind alle Jahre erfasst? Stimmen die Angaben? Gibt es Lücken? Fehlt ein Beitragsjahr?

Du kannst deinen IK-Auszug zusätzlich mit ChatGPT, Claude oder Gemini prüfen. Zum Beispiel mit diesem vereinfachten Prompt:

„Analysiere diesen IK-Auszug. Prüfe, ob für jedes Jahr Beiträge zur AHV erfasst sind und ob du mögliche Lücken, Unstimmigkeiten oder auffällige Einträge erkennst. Erstelle mir am Schluss eine einfache Übersicht nach Jahren und markiere alles, was ich bei der AHV-Ausgleichskasse überprüfen lassen sollte. Nimm keine rechtliche Beurteilung vor und sage klar, wenn Informationen fehlen.“

Aber Achtung bei persönlichen Daten

Ein IK-Auszug enthält persönliche Informationen. Lade deshalb nicht einfach das komplette Dokument bei einer KI hoch. Schwärze vorher deinen Namen, deine Adresse, deine AHV-Nummer und andere Angaben, die für die Prüfung nicht notwendig sind.

Und wenn die KI eine mögliche Lücke entdeckt? Nicht einfach glauben. Bei der AHV-Ausgleichskasse nachfragen und den Eintrag überprüfen lassen.

2. Dein Wechselgeld wird zu Bitcoin

Stell dir vor, bei jedem Einkauf wird automatisch ein kleiner Betrag investiert.

Du bezahlst CHF 5.50 für einen Kaffee. Die Zahlung wird auf CHF 6.00 aufgerundet und die CHF 0.50 werden automatisch investiert. Je nach Anbieter kann daraus ein Anlageportfolio – oder sogar Bitcoin bzw. eine andere Kryptowährung – werden.

Round-up ist dabei gar nicht so neu. Anbieter wie Raiffeisen oder Acrevis Bank nutzen das Prinzip bereits zum automatischen Sparen und Investieren.

Spannend wird es bei Bitcoin & Krypto: Revolut, die internationale Challenger-Bank, ermöglicht, das Wechselgeld direkt für den Kauf einer Kryptowährung zu verwenden.

Der Vorteil: Du musst nichts tun. Kein zusätzlicher Sparauftrag, kein perfekter Einstiegszeitpunkt. Dein normales Zahlungsverhalten wird nebenbei zum kleinen Bitcoin-Sparplan.

Das Schöne daran: Für diese automatischen Käufe fällt keine separate Handelsgebühr an.

Das ersetzt keinen normalen Sparplan. Aber als Ergänzung ist die Idee ziemlich clever: Viele kleine Beträge, automatisch investiert, können über Jahre zu einem schönen Bestand werden.

Noch ein Tipp: Keine separate Transaktionsgebühr bedeutet nicht automatisch, dass der Kauf kostenlos ist. Achte auch auf den effektiven Kaufkurs und mögliche Wechsel- oder andere Gebühren.

1Idee

Elon Musk hat eine ziemlich grosse Idee

SpaceX ist im Juni an die Börse gegangen. Der erste Börsenkurs lag bei 150 Dollar. Am ersten Tag schloss die Aktie bei 161 Dollar, wenige Tage später stand sie bei 225. Danach ging es runter auf unter 140. Heute sind es rund 133 Dollar.

Hoch, runter, seitwärts – alles in zwei Monaten. Bei einem Börsengang mit so viel Aufmerksamkeit ist das keine grosse Überraschung.

Aber eigentlich ist die Aktie gar nicht die spannendste Geschichte.

SpaceX will die Technologie entwickeln, mit der Menschen nicht nur zum Mars fliegen, sondern dort irgendwann dauerhaft leben können. Dafür braucht es weit mehr als Raketen: Satelliten, Kommunikation, Energie, Transport, Software und Infrastruktur.

Das nennt sich Space Economy.

Und genau hier wird es für Anleger interessant. SpaceX ist nicht die Space Economy. Rund um die Raumfahrt entsteht eine ganze Wertschöpfungskette mit Unternehmen, die Raketen bauen, Satelliten entwickeln, Daten liefern oder die notwendige Infrastruktur bereitstellen.

Die Idee: Nicht darauf wetten, welche einzelne Firma gewinnt, sondern auf ein ganzes Ökosystem setzen.

Eine Möglichkeit dafür sind Themen-ETFs. Ein Beispiel ist der VanEck Space Innovators UCITS ETF. Er investiert in Unternehmen aus der globalen Raumfahrtindustrie.

Der ETF wurde 2022 aufgelegt und liegt seitdem noch immer deutlich im Plus. Aber die Entwicklung zeigt auch die andere Seite: In den vergangenen Monaten hat der ETF deutlich korrigiert. Vom Höchststand im Mai 2026 ging es zwischenzeitlich rund 45 Prozent nach unten.

Das ist bei Themen-ETFs keine Ausnahme. Ein spannendes Zukunftsthema macht noch kein gutes Investment. Erwartungen und Bewertungen können stark steigen – und genauso stark wieder fallen.

Und SpaceX?

Aktuell ist SpaceX noch nicht im ETF enthalten. Der Grund: SpaceX war bis Juni nicht börsenkotiert. Der zugrunde liegende Index wird regelmässig überprüft und angepasst. SpaceX könnte deshalb bei einem künftigen Review aufgenommen werden, sofern die Indexkriterien erfüllt sind.

Das zeigt gleichzeitig einen Vorteil solcher ETFs: Du musst nicht heute wissen, welches Unternehmen morgen der Gewinner sein wird. Der Index kann seine Auswahl verändern.

Aber genau deshalb würden wir Themen-ETFs anders behandeln als einen klassischen Welt-ETF, denn Themen kommen und gehen

Heute sind Space Economy, KI oder Cybersecurity grosse Themen. Morgen kann es wieder etwas anderes sein. Viele Themen-ETFs verschwinden auch wieder, werden geschlossen oder zusammengelegt, wenn das Interesse nicht reicht.

Deshalb sehen wir solche ETFs eher als taktische Beimischung und nicht als Kerninvestment.

Thema beobachten. Investmentthese verstehen. Position aufbauen. Und auch wieder verkaufen, wenn die These nicht mehr stimmt.

Die Idee ist also nicht einfach: «SpaceX wird gross.» Die Idee ist: «Die Space Economy wächst und ich möchte gezielt daran partizipieren.»

Aber auch hier gilt: Ein Zukunftsthema ist noch keine Zukunftsrendite.

Die Lektion

Bei Zukunftsthemen lohnt es sich, die ganze Wertschöpfungskette anzuschauen und nicht nur den bekanntesten Namen. Ein Themen-ETF kann dabei eine Möglichkeit sein, breiter zu investieren.

Aber: Er bleibt eine Wette auf ein bestimmtes Thema. Hohe Chancen bedeuten hier auch hohe Schwankungen.

10 Minuten.
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